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Das ABC-Modell der Gefühle

Wir glauben zu wissen, dass

    - äußere Umstände
    - gegenwärtige Ereignisse und Situationen oder
    - frühe Kindheitsschicksale

unser seelisches Erleben bestimmen.
Bis zu einem bestimmten Punkt ist das richtig: diese Ereignisse aktivieren uns

A = Aktivierendes Ereignis

    z.B. jemand kritisiert mich, mein Partner verlässt mich

und wir reagieren unmittelbar, werden wütend oder ängstlich und fühlen uns schlecht.

C = emotionale Consequenzen*           
*englisch: Consequences

Diese Gefühle veranlassen uns z.B. unsere Kritiker zu attackieren oder passiv zu werden und uns zurückzuziehen.

C = Verhaltensconsequenzen
Mit diesem A - C - Kurzschluß verkennen wir, daß wir ständig denkende Wesen
sind,

d.h. daß zwischen A und C unsere

B's = Bewertungen und Interpretationen stattfinden.

Es ist hauptsächlich unser inneres Selbstgespräch,
das unsere Gefühle und unser Verhalten bestimmt.

Da viele A's von uns nicht beeinflußbar sind und deshalb von uns als unabänderlich
an-/hingenommen werden müssen (z.B. Krankheit, Unfall), fokussiert die ABC-Theorie auf unser Denken am Punkt B - das haben wir "unter Kontrolle"; mit unserem Denken können wir unsere Gefühle, Verhaltensweisen und Stressreaktionen (=C ) unmittelbar beeinflussen.

Es werden 2 Arten von Bewertungen unterschieden:

     - Vernünftige oder rationale B's führen zu angemessenen Consequenzen
     - Unvernünftige oder irrationale B's führen zu unangemessenen Consequenzen

Während vernünftige Überzeugungen uns helfen, unsere Ziele zu erreichen, fördern unangemessene Gefühle unsere Grundziele nicht und erweisen sich als hinderlich.
Irrationale Annahmen sind daher selbstschädigende Überzeugungen.

Selbstschädigende Überzeugungen:

    - entbehren eines tatsächlichen Beweises,
    - verallgemeinern in unzulässiger Weise,
    - bestehen aus fordernden, absolutistischen Überlegungen,
    - sind dogmatisch, einseitig und masslos und
    - sind nicht wahr.

Ziel des beratenden / therapeutischen Gespräches ist es, die selbstschädigenden Gedanken aufzuspüren und ein neues System von Einstellungen und Bewertungen zu erarbeiten, durch die es möglich ist:

    - echte und angemessene Emotionen zuzulassen,
    - selbstschädigende Gefühle und Verhaltensweisen aufzugeben,
    - Verantwortung für das eigene Fühlen und Handeln zu übernehmen,
    - sich selbst zu akzeptieren und tolerant gegenüber anderen zu sein,
    - Unsicherheiten und Risiken annehmen und aushalten zu können.